Herzlich Willkommen auf den Seiten der M·E·G Jahrestagung
Die nächste M.E.G.-Jahrestagung findet vom 24.-27. März 2011 in Bad Kissingen statt. Schwerpunktthema: "Hypnotherapie: Handwerk, Kunst und Wissenschaft"
Hypnotherapie: Handwerk, Kunst und Wissenschaft
Die Idee zu diesem Tagungsthema entstand bei einer Diskussion darüber, welche Faktoren eigentlich eine wirksame Hypnotherapie ausmachen. Jeff Zeig, einer der bekanntesten Schüler M. Ericksons, sagte einmal, dass die Hypnotherapie eine Mischung aus Kunst und Wissenschaft sei. Tatsächlich kann die Hypnose und Hypnotherapie inzwischen eine Fülle von wissenschaftlichen Belegen für ihre hohe Wirksamkeit in verschiedenen Feldern der Psychotherapie und Medizin vorweisen, andererseits fördert und fordert sie aber auch auf Seiten der Therapeuten ein hohes Maß an Offenheit und Kreativität, Menschen und Situationen immer wieder neu in ihren Möglichkeiten und Potentialen zu begreifen. Vor allem die typische Hypnosesprache, die wie die Sprache der Kunst, in ihrer metaphorischen, komplexen und verdichteten Form in der Lage ist, unser Unbewusstes direkt zu erreichen, kann emotional so bedeutsam und berührend sein, dass sich neue, potenziell heilsame Erfahrungen einstellen können. Festgefahrene Sichtweisen und Perspektiven können sich in Trance so verändern, dass plötzlich neue Ideen oder Lösungswege aufscheinen können, scheinbar wie von selbst. Hier wird auch die Parallele zur Kunst und Kunsttherapie deutlich, mit deren VertreterInnen wir auf dieser Tagung die Freude haben werden uns auszutauschen und voneinander zu lernen: von MusiktherapeutInnen, TanztherapeutInnen, MaltherapeutInnen, PerformancekünstlerInnen, Clowns und MärchenerzählerInnen. Wie in der Kunst ist jedoch auch in der Hypnotherapie die Beherrschung der handwerklichen Grundlagen die Voraussetzung für gelungene Improvisation und Virtuosität. Daher finden Sie auch auf dieser Tagung wieder viele Workshops zur Handwerkskunst der Hypnotherapie.
Kontext und Worte: Schaden durch Suggestion
In der Forschung beschäftigt man sich schon seit längerem mit der Frage, welche Situationen und Kontexte Menschen dazu bringen sich plötzlich auf eine scheinbar nicht nachvollziehbare Weise und gegen ihr sonstiges Wertesystem bösartig oder zumindest schädlich für andere zu verhalten. Berühmtes Beispiel sind die Milgram Experimente. Wir werden bei dieser, auch politisch spannenden, Vortragsreihe dieses Thema entsprechend seiner Komplexität interdisziplinär beleuchten und haben deshalb auch Vertreter aus Verhaltensbiologie, Suggestionsforschung und Kulturwissenschaften eingeladen. Sie können sich sicher auf einen äußerst spannenden Diskurs freuen.
Außerdem wird das Vortrags- und Workshop-Programm zum Thema „Hypnose & Medizin“ fortgesetzt.
Die Tagung wird wie immer bei der LÄK und LPTK Bayern als Fortbildung angemeldet.